Mit seinen grellbunten Lackskulpturen und Bildern setzt sich KEHL in seiner Arbeit mit dem Zwiespalt unserer persönlichen Freiheit im Verhältnis zur genetischen Vorbestimmtheit und den gesellschaftlichen wie familiären Zwängen und Erwartungshaltungen auseinander. Es geht um die Rolle von Natur und Kultur, auf die schon die Wahl der Materialien für seine Figuren verweisen. Der Blick in das aufgesägte Ei - sonst verborgen - thematisiert die Komplexität unseres Seins. Er gewährt Einblick in Zusammenhänge, unsere Zukunft, die noch nicht begonnen hat, aber schon  überfrachtet ist mit Erwartungen. Die Welt draußen hat das Ungeborene im Ei schon erreicht.

 

KEHL (*1964) studierte Kommunikationswissenschaften und Amerikanistik in Berlin, Schwerpunkt triviale Medien, hauptsächlich Comics, seit 1992 Ausstellungstätigkeit als Künstler, zwischen 1994-1999 Atelier in Berlin und NY, lebt und arbeitet heute in Berlin.

 

 

Light Fingers / 2004

Cramped conditions ... / 2007

Joyful ... / 2008

Border clashes ... / 2008

© -KEHL- und Galerie Deschler, Berlin