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Stefanie Schneider spürt in ihren fotografierten, ausschnitthaften Bildserien verblaßten amerikanischen Mythen, dem ausgeträumten American Dream hinterher. Verschlungene Pfade aus Ängsten und Sehnsüchten, menschliche Träume sind darin eingefangen. Ihre Bildtitel orientieren sich an Filmen, doch die Szenerien sind an verlassenen Gegenden oder Wüsten vorwiegend im Südwesten der USA angesiedelt. Die Akteure agieren vor diesen Nichtorten und machen sie somit zu Kunstorten.
Der Zufall spielt in ihrer Arbeit eine große Rolle, so setzt sie für ihre Fotografien abgelaufenes Polaroidmaterial ein. Die von ihr choreografierten Fotogeschichten erfahren daher im doppelten Sinne ein offenes, nicht kalkulierbares Ende.
Schneider (*1968 Cuxhaven) studierte an der Folkwangschule Essen, 1996 MFA, 1994-1995 Erasmus Stipendium an der Akademie Julien Paris, lebt und arbeitet in Berlin und Los Angeles.